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Sehr geehrte Damen und Herren,
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wir melden uns mit der 17. Ausgabe unseres KMU-Newsletters. Dieses Mal informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der europäischen Forschungs- und Innovationslandschaft und neue Fördermöglichkeiten für Start-ups und KMU. Neben den Ergebnissen des aktuellen EU-Berichts zu Forschung und Innovation stellen wir Ihnen die fünfte deutsch-britische ZIM-Ausschreibung sowie das Inkubationsprogramm von „EIT Culture & Creativity“ vor.
Darüber hinaus berichten wir über eine Delegationsreise nach Japan und die neue „Women Entrepreneurs Alliance in München“. Wie gewohnt finden Sie außerdem ausgewählte Veranstaltungen und internationale Projektpartnersuchen des Enterprise Europe Network (EEN).
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!
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EU-Bericht 2026: Mehr Investitionen und bessere Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen notwendig
Die Europäische Kommission hat am 1. Oktober 2026 ihren neuen Bericht „Science, Research and Innovation Performance of the EU 2026“ veröffentlicht. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht untersucht die Leistungsfähigkeit des europäischen Forschungs- und Innovationssystems und zeigt auf, welche Herausforderungen die EU bewältigen muss, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Europa gehört zwar weiterhin zu den weltweit führenden Forschungsstandorten und belegt bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen den zweiten Platz, allerdings gelingt es der EU bislang weniger gut, Forschungsergebnisse in marktfähige Technologien und wirtschaftliches Wachstum umzusetzen. Als wesentliche Hindernisse nennt der Bericht unzureichende Investitionen in Forschung und Entwicklung, die fragmentierte europäische Forschungslandschaft sowie Schwierigkeiten bei der Finanzierung und Skalierung innovativer Unternehmen. Um das europäische Ziel zu erreichen, bis 2030 drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren, wären laut Bericht zusätzliche Investitionen von rund 560 Milliarden Euro erforderlich.
Für Start-ups und KMU sind insbesondere die Empfehlungen zur Verbesserung des Zugangs zu Finanzierung und zur schnelleren Markteinführung neuer Technologien relevant. Die Europäische Kommission setzt dabei unter anderem auf eine stärkere Mobilisierung privaten Kapitals, eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die gezielte Unterstützung von Unternehmen bei der Skalierung. Entsprechende Ansätze finden sich auch in den laufenden europäischen Initiativen wie dem geplanten „European Innovation Act“ und dem „Scaleup Europe Fund“.
Der Bericht liefert somit wichtige Anhaltspunkte für die zukünftige Ausrichtung der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik sowie für die Diskussion um den nächsten EU-Finanzrahmen ab 2028. Weitere Informationen und eine deutschsprachige Zusammenfassung finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.
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Fünfte deutsch-britische ZIM-Ausschreibung: Förderung für internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Deutschland und das Vereinigte Königreich haben die fünfte gemeinsame Ausschreibung zur Förderung bilateraler Forschungs- und Entwicklungsprojekte veröffentlicht. Im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) haben deutsche KMU die Möglichkeit, gemeinsam mit britischen Unternehmen innovative Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen zu entwickeln.
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Die Ausschreibung ist technologie- und branchenoffen und richtet sich an Unternehmen, die gemeinsam mit einem britischen Partner ein innovationsorientiertes Projekt mit hohem Marktpotenzial umsetzen möchten. Die Zusammenarbeit soll beiden Seiten einen technologischen Mehrwert bieten und die Entwicklung neuer marktfähiger Lösungen ermöglichen. Die Projektlaufzeit beträgt 12 bis 24 Monate.
Die Förderung erfolgt über die jeweiligen nationalen Programme. Deutsche Unternehmen erhalten Unterstützung nach den Bedingungen der aktuellen ZIM-Richtlinie. Bei internationalen Kooperationsprojekten kann sich der Fördersatz um bis zu zehn Prozentpunkte erhöhen. Britische KMU können über „Innovate UK“ eine Förderung von bis zu 350.000 britischen Pfund pro Projekt bei einer Förderquote von bis zu 70 Prozent erhalten.
Für deutsche KMU besonders interessant: Obwohl seit dem 7. Juli 2026 ein befristeter Antragsstopp im ZIM besteht, können Anträge im Rahmen offener internationaler Ausschreibungen weiterhin eingereicht werden. Die deutsch-britische Ausschreibung bietet Unternehmen somit weiterhin die Möglichkeit, öffentliche Fördermittel für gemeinsame Entwicklungsprojekte zu beantragen.
Die Einreichungsfrist endet am 1. Dezember 2026. Interessierte Unternehmen sollten sich frühzeitig mit dem zuständigen Projektträger in Verbindung setzen. Unterstützung bei der Suche nach geeigneten internationalen Kooperationspartnern bieten das Enterprise Europe Network (EEN) und somit auch die BayFOR als EEN-Partner.
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Geschäftskontakte in Japan aufbauen: Delegationsreise für KMU aus den Bereichen Smart Factory und Robotik
Das EU-Japan Centre for Industrial Cooperation organisiert vom 15. bis 19. Februar 2027 eine Delegationsreise nach Tokio für europäische Unternehmen und Cluster aus den Bereichen Robotik, industrielle Automatisierung und intelligente Fertigung. Ziel der „Smart Factory & Robotics Business Mission“ ist es, europäische Unternehmen beim Markteintritt in Japan und beim Aufbau internationaler Geschäfts- und Technologiepartnerschaften zu unterstützen.
Die Reise richtet sich insbesondere an Unternehmen, die innovative Lösungen in den Bereichen industrielle Robotik, KI-gestützte Produktion, Sensorik, digitale Fertigung oder Industrie 4.0 anbieten. Bis zu 16 ausgewählte Unternehmen und Cluster haben die Gelegenheit, ihre Technologien auf der „Smart Factory Expo 2027“ vom 17. bis 19. Februar in Tokio an einem gemeinsamen Messestand des EU-Japan Centre zu präsentieren.
Neben der Messeteilnahme umfasst das Programm individuell organisierte Geschäftsgespräche mit japanischen Unternehmen, Networking-Möglichkeiten sowie vorbereitende Online-Schulungen. Damit bietet die Reise insbesondere KMU, die ihre Technologien international vermarkten oder neue Entwicklungs- und Vertriebspartner gewinnen möchten, Zugang zum japanischen Markt.
Die Kosten für den Messestand, die Messebeteiligung sowie die Hotelunterkunft während der Delegationsreise werden vom EU-Japan Centre übernommen. Anreise, Verpflegung und weitere persönliche Ausgaben tragen die Teilnehmenden selbst.
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EIT Culture & Creativity: Bis zu 30.000 Euro für technologieorientierte Gründungsideen
Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) hat im Rahmen von „EIT Culture & Creativity“ eine neue Ausschreibung des „Spark Incubation Programme“ gestartet. Mit dem Aufruf „New Ventures in Creative Tech“ werden innovative und technologieorientierte Geschäftsideen in den Bereichen Mode, Architektur und fortschrittliche Materialien unterstützt.
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Die Förderung richtet sich an Einzelpersonen und interdisziplinäre Teams aus EU-Mitgliedstaaten und mit Horizon Europe assoziierten Ländern, die bereits an der Entwicklung und Validierung ihrer Geschäftsidee arbeitet und auf dieser Grundlage ein Unternehmen gründen möchten. Gesucht werden insbesondere skalierbare Geschäftsmodelle, die technologische Innovationen mit Anwendungsmöglichkeiten in der Kultur- und Kreativwirtschaft verbinden. Voraussetzung ist, dass für die eingereichte Geschäftsidee noch kein Unternehmen gegründet wurde.
Bis zu 35 ausgewählte Gründungsvorhaben können eine finanzielle Unterstützung von jeweils bis zu 30.000 Euro erhalten. Ergänzend bietet das Programm einen mehrtägigen „Startup Sprint“, individuelles Coaching, Mentoring, Workshops und Zugang zum europäischen Netzwerk von „EIT Culture & Creativity“. In einem anschließenden neunmonatigen Inkubationsprogramm werden die Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee, der Marktvalidierung und dem Aufbau ihres Unternehmens begleitet. Die Gründung einer juristischen Person muss spätestens im dritten Monat des Programms erfolgen.
Die Bewerbungsfrist endet am 16. November 2026 um 17:00 Uhr. Zur Vorbereitung der Antragstellung bietet „EIT Culture & Creativity“ am 20. Oktober und am 10. November 2026 Online-Informationsveranstaltungen an.
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Women Entrepreneurs Alliance: Neue Initiative stärkt die Unterstützung für Gründerinnen in München
Mit der Women Entrepreneurs Alliance“ (WE Alliance) haben sich 17 Institutionen des Münchner Innovationsökosystems zusammengeschlossen, um Gründerinnen und Unternehmerinnen den Zugang zu Beratung, Finanzierung, Netzwerken und Förderangeboten zu erleichtern. Auch die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) ist Mitglied der neuen Initiative, die Ende September 2026 im Rahmen der Bits & Pretzels vorgestellt wurde.
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Die WE Alliance bündelt die bestehenden Unterstützungsangebote von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Gründungszentren, Förderorganisationen, Unternehmen sowie Investorinnen und Investoren. Gründerinnen sollen dadurch leichter die passenden Ansprechpersonen und Programme für ihre jeweilige Gründungs- oder Wachstumsphase finden. Zu den beteiligten Organisationen gehören unter anderem auch BayFOR, TUM FORTE, BayStartUP, BioM, UnternehmerTUM, GATE Garching und die Landeshauptstadt München.
Die BayFOR bringt ihre Expertise in der nationalen und europäischen Forschungs- und Innovationsförderung in das Netzwerk ein. Sie berät innovative Start-ups, Scale-ups und KMU bei der Identifizierung geeigneter Förderprogramme und unterstützt bei der Vorbereitung von Förderanträgen. Im Rahmen des europäischen Projekts „EEN2EIC“ bietet die BayFOR zudem gezielte Beratung, Coaching und Pitch-Trainings für Unternehmerinnen an, die sich beispielsweise für den EIC Accelerator bewerben möchten.
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Nächste Veranstaltungen
21. Oktober und 13. November 2026: BayFOR-Workshop „Analysieren Sie Ihre Investitionsreife mit der Investment Readiness Scorecard (IRS)“, online
Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) bietet zwei kostenfreie Online-Workshops für innovative Start-ups, KMU und Scale-ups an, die ihre Investitionsreife bewerten und sich gezielt auf zukünftige Finanzierungsrunden vorbereiten möchten. Mithilfe der vom Enterprise Europe Network (EEN) entwickelten „Investment Readiness Scorecard (IRS)“ analysieren die Teilnehmenden anhand von 39 Fragen sieben zentrale Bereiche, darunter Geschäftsmodell, Marktpotenzial, Finanzplanung und Wachstumsstrategie. Dabei erhalten sie Einblicke in die Erwartungen von Investorinnen und Investoren sowie Informationen zu europäischen Förderinstrumenten wie dem EIC Accelerator.
Die Workshops finden am 21. Oktober 2026 von 13:00 bis 14:00 Uhr und am 13. November 2026 von 10:00 bis 11:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos und auf jeweils zehn Personen begrenzt.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der BayFOR-Website.
10. bis 11. November 2026: European Research & Innovation Days 2026, Brüssel und online
Am 10. und 11. November 2026 veranstaltet die Europäische Kommission die siebte Ausgabe der „European Research & Innovation Days“ in Brüssel und online. Die Veranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um über die Zukunft der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik zu diskutieren.
Im Mittelpunkt steht die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologischen Souveränität. Für innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Akteure der Forschungs- und Innovationsförderung bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, sich über aktuelle politische Entwicklungen und zukünftige Prioritäten der EU zu informieren und internationale Kontakte zu knüpfen.
Weitere Informationen zum Programm und zur Teilnahme finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.
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Bei Interesse an einem der folgenden Profile stehen wir Ihnen gerne für weitere Informationen oder eine Vernetzung zur Verfügung!
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Irish SME seeks partners for Horizon Europe project on AI-driven energy data integration
An Irish SME specialising in smart-grid technologies is seeking partners for a Horizon Europe project under HORIZON-CL5-2026-11-D3-23 (call deadline: 1 December 2026). The project aims to combine energy grid data with high-resolution measurements to develop AI foundation models for improved grid monitoring, fault detection, forecasting and energy management. Partners sought include distribution system operators (DSOs), AI and machine learning experts, data-sharing and interoperability specialists, high-performance computing providers, energy research institutions and cybersecurity experts. The consortium is preferably to be led by a DSO.
More Details on the EEN Website.
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Croatian university seeks partners for Horizon Europe project on disaster-resilient infrastructure
A Croatian public university is seeking partners and a coordinator for a Horizon Europe Cluster 3 project on disaster-resilient infrastructure (HORIZON-CL3-2027-01, topics DRS-04 or INFRA-01). The project aims to improve the resilience of infrastructure to earthquakes, extreme rainfall and landslides by combining advanced geotechnical modelling, laboratory testing and field validation. The university offers expertise in earth-pressure modelling, foundation analysis, slope stability assessment and geotechnical testing. Partners sought include research coordinators, infrastructure operators, civil protection authorities, technology companies specialising in monitoring systems and digital twins, and laboratories with large-scale seismic or geotechnical testing facilities. Deadline for expressions of interest: 30 June 2027. Call deadline: 4 November 2027.
More Details on the EEN Website.
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Bereich KMU-Beratung Natalia García Mozo
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Angaben gemäß § 5 TMG
Bayerische Forschungsallianz (Bavarian Research Alliance) GmbH Prinzregentenstr. 52 80538 München Deutschland
Vertreten durch
Martin Reichel Geschäftsführer
Registereintrag
Eintragung im Handelsregister: München, HRB 163807
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Kontakt
Umsatzsteuer
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz: DE 814814471
Bildnachweis
Die Bildrechte für die in diesem Newsletter verwendeten Bilder finden Sie hier. Sollten Sie sich trotz aller Sorgfalt unserer Arbeit in einem Bildrecht verletzt fühlen, wenden Sie sich bitte an pr@bayfor.org.
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