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KMU Newsletter
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

in dieser Ausgabe unseres Newsletters informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Fördermöglichkeiten von Eureka, dem weltweit größten öffentlichen Netzwerk für internationale Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung und Innovation. Eureka ist in 47 Ländern vertreten.

Im Eureka-Netzwerk finden Sie die aktuellen Förder- und Unterstützungsangebote für bayerische KMU und Start-ups. Diese reichen von internationalen F&E-Kooperationen und thematischen Ausschreibungen in den Bereichen Leichtbau und Biotechnologie bis hin zu Markterschließung, „Investment Readiness“ und Skalierung.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

 
 
 
 

Eureka Lightweighting Call 2026: Internationale F&E-Projekte im Leichtbau

Der „Eureka Lightweighting Call 2026“ bietet Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Leichtbau umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen innovative und nachhaltige Lösungen, die den Einsatz leichter Materialien, ressourceneffizienter Produktionsverfahren und digitaler Technologien in marktnahen Anwendungen voranbringen.

Der Call richtet sich insbesondere an Projekte aus den Bereichen Mobilität, Bauwesen, Energie, Maschinenbau sowie Luft- und Raumfahrt. Gefördert werden können unter anderem neue Leichtbaumaterialien, innovative Fertigungs- und Verbindungstechnologien, Ansätze für zirkuläres Design sowie digitale Lösungen wie Simulationen, digitale Zwillinge oder Machine-Learning-Anwendungen im Leichtbau.

Für bayerische KMU eröffnet die Ausschreibung die Möglichkeit, internationale Innovationspartnerschaften aufzubauen und eigene Technologien gemeinsam mit Partnern aus anderen Eureka-Ländern weiterzuentwickeln. Deutsche Antragsteller können je nach Projektkonstellation und Förderfähigkeit nationale Fördermöglichkeiten nutzen. In vielen Fällen kommt für KMU insbesondere das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) in Betracht.

Die Einreichfrist für Projektanträge endet am 8. Oktober 2026.

Die BayFOR unterstützt das internationale Matchmaking-Even, als Co-Organisator und begleitet bayerische Antragsteller bin zur Einreichung.
 
 
 

Eurostars Call 11: Neue Förderchance für internationale F&E-Kooperationen ab Juli 2026


Mit dem nächsten „Eurostars Call“ eröffnet sich im Sommer 2026 erneut eine zentrale Fördermöglichkeit für innovative KMU mit international ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Die Ausschreibung öffnet am 9. Juli 2026 und endet am 10. September 2026 um 14:00 Uhr.

Eurostars richtet sich an internationale Konsortien, in denen ein innovatives KMU die Projektleitung übernimmt. Neben KMU können auch größere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen beteiligt sein. Gefördert werden marktorientierte F&E-Projekte, die auf die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen abzielen und eine klare Perspektive zur späteren Kommerzialisierung aufweisen. Eurostars ist themenoffen angelegt, sodass Antragsteller selbst entscheiden können, in welchem Technologiefeld sie ihre Innovation vorantreiben möchten.

Für deutsche Antragsteller erfolgt die Förderung über den nationalen Fördergeber. Für KMU ist eine Förderung von 50 % der förderfähigen Kosten möglich; die maximale Förderung für die deutschen Partner eines Projekts liegt bei 500.000 Euro. Die genaue Förderfähigkeit richtet sich nach den nationalen Regelungen und der jeweiligen Projektkonstellation. Zentraler Ansprechpartner und Projektträger für Eurostars in Deutschland ist der DLR Projektträger bzw. das dort angesiedelte Eurostars-/EUREKA-Büro.

Für bayerische Start-ups und KMU mit einem fortgeschrittenen Entwicklungsstand ist Eurostars besonders interessant, wenn bereits eine konkrete Technologieidee, ein klarer Marktbezug und erste internationale Partner vorhanden sind oder aufgebaut werden sollen. Im Vergleich zu großen Horizon-Europe-Verbundprojekten bietet Eurostars häufig einen niedrigschwelligen Einstieg in internationale F&E-Kooperationen. Gleichzeitig ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig: Eine überzeugende Innovationshöhe, eine realistische Projektplanung einschließlich eines gut aufgestellten Konsortiums sowie eine klare Markt- und Verwertungsstrategie sind entscheidend.

Am 8. Juli 2026 um 11:00 Uhr bietet Eureka ein englischsprachiges s Webinar für Antragsteller an. Vorgestellt werden die Fördermöglichkeit, der Antragsprozess sowie die Evaluierungskriterien. Das Webinar eignet sich insbesondere für Unternehmen, die eine Einreichung im kommenden Call prüfen oder sich frühzeitig mit den Anforderungen vertraut machen möchten.

Die BayFOR unterstützt Sie gerne bei der Einordnung des Programms, der Partneridentifikation und der Vorbereitung Ihres Eurostars-Antrags – von der Projektidee bis zur Einreichung.

 
 
 

Eureka Biotech Call 2026: Internationale Kooperationen für marktnahe Biotechnologie-Projekte

Mit dem „Eureka Biotech Call 2026“ steht eine weitere themenspezifische Ausschreibung innerhalb des Eureka-Netzwerks zur Verfügung. Ziel ist es, internationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Biotechnologie zu fördern, die einen klaren Innovationsgehalt und eine erkennbare Marktperspektive aufweisen.

Projektanträge können bis zum 25. September 2026 eingereicht werden.

Gefördert werden Projekte mit klar definiertem Innovationsgehalt und Umsetzungsplan, unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Medizin und Life Sciences
  • Bioinformatik und künstliche Intelligenz
  • pharmazeutische Produkte und Dienstleistungen
  • (Bio-)Prozesstechnologie und Biomanufacturing
  • Digitalisierung in der Biotechnologie

Ein Konsortium muss aus mindestens zwei unabhängigen Partnern aus mindestens zwei teilnehmenden Ländern bestehen. Zu den beteiligten Ländern zählen unter anderem Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien, Kanada, Singapur, Südkorea, die Schweiz und die Türkei. Partner aus weiteren Ländern können teilnehmen, sofern sie ihre Finanzierung eigenständig sicherstellen.

Förderung und Unterstützung in Deutschland

In Deutschland ist das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für die nationale Umsetzung zuständig. Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) ist eine Förderung deutscher Einrichtungen vorgesehen, die sich an der Ausschreibung beteiligen.

Die BayFOR unterstützt interessierte Unternehmen gerne bei der Prüfung der Fördermöglichkeiten, der Suche nach geeigneten Projektpartnern sowie bei der Vorbereitung internationaler Projektanträge.

 
 
 

Innowwide: Internationale Markterschließung für innovative KMU und Start-ups


Mit Innowwide bietet Eureka ein Förderinstrument für innovative KMU und Start-ups, die den Markteintritt außerhalb Europas vorbereiten möchten. Im Mittelpunkt stehen sogenannte „Market Feasibility Projects“, mit denen Unternehmen prüfen können, ob und wie sich ihre Technologie, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung in einem internationalen Zielmarkt erfolgreich einsetzen lässt.

Gefördert werden sechsmonatige Projekte mit einem Festbetrag von 60.000 Euro. Die Mittel dienen dazu, die praktische, technische und wirtschaftliche Machbarkeit eines Markteintritts in einem Zielland in Afrika, Amerika, Asien oder Ozeanien zu untersuchen. Für bayerische Start-ups und KMU kann Innowwide daher besonders interessant sein, wenn bereits eine innovative Lösung vorliegt und deren Potential in einem außereuropäischen Markt geprüft werden soll.

Relevante Fragestellungen können beispielsweise das Marktpotenzial, regulatorische Anforderungen, den Kundenzugang, lokale Wertschöpfungsketten, den technischen Anpassungsbedarf oder die Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner betreffen. Damit eignet sich Innowwide insbesondere als vorbereitender Schritt vor einer Internationalisierung, einer späteren Vertriebskooperation oder einem größeren internationalen F&E-Projekt.

Die Ergebnisse des letzten Calls verdeutlichen die thematische Breite des Programms: In der Auswahlrunde 2025 wurden 70 Projekte für eine Förderung vorgesehen, jeweils mit einem Zuschuss von 60.000 Euro. Die geförderten Vorhaben reichen von MedTech- und Biotech-Anwendungen über Agrar- und Umwelttechnologien bis hin zu KI-, Quantentechnologie- und Digitalisierungslösungen. Auch deutsche Unternehmen waren in der Auswahl vertreten, unter anderem mit Projekten zu Lasernavigation für den US-Markt, In-vitro-Diagnostik für Südafrika oder taktiler Sensorik für Prothetik in Tunesien.

Aktuell ist kein Innowwide-Call geöffnet. Die nächste Ausschreibungsrunde wird nach derzeitigem Stand voraussichtlich im Herbst 2026 erwartet. Für interessierte Unternehmen kann es sich daher lohnen, bereits frühzeitig geeignete Zielmärkte, lokale Partner und zentrale Fragestellungen für eine mögliche Antragstellung zu prüfen.

Die BayFOR unterstützt interessierte Unternehmen gerne bei der Einordnung des Programms, der Bewertung geeigneter Zielmärkte und der Vorbereitung auf eine mögliche Antragstellung im nächsten Call.

 
 
 

Investment Readiness Programme: Zugang zu Investoren und Corporate-Partnern

Neben klassischen F&E-Förderinstrumenten bietet Eureka auch Unterstützungsangebote für wachstumsorientierte KMU und Start-ups auf dem Weg zur Skalierung. Das „Investment Readiness Programme“ richtet sich an Unternehmen, die ihre internationale Sichtbarkeit erhöhen, Kontakte zu strategischen Partnern aufbauen und sich gezielt auf Gespräche mit Investoren oder multinationalen Unternehmen vorbereiten möchten. 

Im Mittelpunkt stehen zwei Formate: Zum einen sogenannte „Corporate Challenges“, bei denen Start-ups und KMU ihre Lösungen zu konkreten Fragestellungen großer Unternehmen vorstellen können. Bei erfolgreicher Auswahl können daraus beispielsweise Pilotprojekte, Kooperationsmöglichkeiten oder Investitionsgespräche entstehen. Zum anderen organisiert Eureka internationale Missionen zu ausgewählten Innovations- und Investmentveranstaltungen, bei denen Unternehmen direkten Zugang zu internationalen Investoren und Ökosystemen erhalten. Eine kurze deutschsprachige Einordnung bietet auch die Seite des DLR Projektträgers.

Für bayerische Start-ups und KMU kann das Programm besonders interessant sein, wenn bereits eine marktreife oder weit entwickelte technologische Lösung vorliegt und der nächste Schritt in Richtung internationale Kunden, Pilotpartner oder Wachstumskapital vorbereitet werden soll. Das Angebot ergänzt damit die klassischen Eureka-Förderprogramme wie Eurostars oder thematische Calls, indem es stärker auf Marktanbahnung, Skalierung und Finanzierung ausgerichtet ist.

Aktuell ist unter anderem die „AVL – Online Session“  im Rahmen des „Investment Readiness Programme“ angekündigt. Die Session findet online statt, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 8. September 2026. Eine Übersicht über weitere laufende Eureka-Ausschreibungen und -Formate finden Sie auf der Eureka-Website.

Die BayFOR unterstützt interessierte Unternehmen gerne bei der Einordnung des Programms und prüft gemeinsam mit Ihnen, ob das „Investment Readiness Programme“ zu Ihrer aktuellen Entwicklungs- und Finanzierungsstrategie passt.


 
 
Bereich KMU-Beratung
Natalia García Mozo
 

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